
Dresdner Steinbildhauer bei den Stars zu Hause
Sven Schubert fertigt den Europäischen Kulturpreis
Modeikone Karl Lagerfeld hat ihn bewundert, Schauspielerin Iris Berben ebenso. Armin Mueller-Stahl hat ihn zu Hause, den Europäischen Kulturpreis. Der Schöpfer der Skulptur ist ein Dresdner: Sven Schubert. „Es ist für mich eine große Ehre, den Preis zu fertigen“, so der Steinbildhauer. „Dem europäischen Gedanken gerade in dieser Zeit eine Form zu geben, ist eine schöne Herausforderung.“
In diesem Jahr wurde es für den Steinmetz aus Dresden ein wahres Heimspiel, denn die Skulpturen „Europa mit Stier“ sitzen 2015 auf sächsischem Sandstein. „Die Sockel werden aus dem demselben Stein angefertigt, mit welchem auch die Frauenkirche gebaut wurde“, so Sven Schubert. Zuerst entstanden aber Modelle aus Gips und Ton, bevor sie in Silikon gegossen wurden. Aus dieser Gussform fertigten die Experten der Dresdner Firma Kunstgiesserei Bildguss Gebrüder Ihle eine vier Kilo schwere Bronzeskulptur, die eben auf jenen Steinen aus dem Steinbruch der Sächsischen Sandsteinwerke GmbH in der Sächsischen Schweiz gesetzt wurden. „Die Nähe zu lokalen Firmen ist mir sehr wichtig“, so Sven Schubert.
Schuberts Skulpturen „Europa mit Stier“ bekamen am 2. Oktober 2015 in der Dresdner Frauenkirche unter anderem der Ausnahmetenor Jonas Kaufmann, der Geiger Daniel Hope, Schauspieler Manfred Krug, der Schauspielerin Katrin Sass, der ehemalige spanische Ministerpräsident Felipe González sowie Die Prinzen. Verliehen wurden die Europäischen Kulturpreise am Vortag des 25. Jahrestages der Deutschen Wiedervereinigung.
Der Bildhauer Sven Schubert wurde 1965 in Halle an der Saale geboren. Nach einer Lehre als Steinmetz arbeitet er in diesem Beruf im Schloss Sanssouci in Potsdam. In dieser Zeit entstehen erste freie künstlerische Arbeiten. 1988 kommt Schubert nach Dresden, absolviert eine Steinbildhauerlehre sowie ein Abendstudium Plastik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Seit 1990 ist er freiberuflich tätig, ist von 1991 bis 1993 Meisterschüler in Mainz, schließt eine Restauratoren-Ausbildung ab. Er wirkt mit beim Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche. Seine handwerklichen Fähigkeiten werden außerdem unter anderem an den Starke-Portalen des Dresdner Schlosses, am Kloster Neuzelle, an Schloss Ludwigslust oder am Dom Halberstadt genutzt. Derzeit arbeitet Schubert beispielsweise am Berliner Schloss mit.







