
Große Ehre für einen der größten Drehbuchautoren der deutschen Filmgeschichte
Wolfgang Kohlhaase beantwortet stets selbst die Frage, was einen guten Drehbuchautor ausmacht: „Er muss sich für Menschen interessieren, ihm muss die Welt sinnlich begegnen.“ Anlässlich seines 85. Geburtstages wurde Wolfgang Kohlhaase im Rahmen eines Festaktes in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft mit dem Europäischen Kulturpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
Wolfgang Kohlhaase ist Autor von rund 50, zum Teil preisgekrönten Filmen und gilt als einer der erfolgreichsten Drehbuchautoren des jüngeren deutschen Films. „Seine Filme sind geprägt von lebensnahem Humanismus großer literarischer Meisterschaft. Mit preisgekrönten Steifen wie: „Ich war neunzehn“ (1968, Regie Konrad Wolf), „Solo Sunny“ (1980, Regie Konrad Wolf), „Der Bruch“ (1988, Regie Frank Beyer), aber auch „Die Stille nach dem Schuss“ (2000, Regie Volker Schlöndorff), „Sommer vorm Balkon“ (2005, Regie Andreas Dresen) oder zuletzt der Verfilmung von Clemens Meyers Debütromans „Als wir träumten“ (2014, Regie Andreas Dresen) hat sich Wolfgang Kohlhaase in die Annalen der deutschen Filmgeschichte in Ost und West eingeschrieben“ würdigt Tilo Braune, Präsident der Europäischen Kulturstiftung Pro Europa in seiner Laudatio Kohlhaases Schaffen.
Wolfgang Kohlhaase
wurde 1931 in Berlin geboren. In den Nachkriegsjahren arbeitete er schon mit sechzehn Jahren als Reporter für verschiedene Zeitungen. Ab Mitte der fünfziger Jahre begann die DEFA, junge Alltagsgeschichten zu drehen, er war mit dabei – und schuf mit Regie-Partnern wie Gerhard Klein, Konrad Wolf und Frank Beyer in den folgenden Jahrzehnten einige Klassiker des DDR-Films: ‚Berlin Ecke Schönhauser’ (1957, Regie Gerhard Klein) , „Solo Sunny’ (zusammen mit Dieter Wolf, 1980, Regie Konrad Wolf und Wolfgang Kohlhaase) und viele andere.







